Generative KI gilt als Zukunftstechnologie, doch sie verändert auch unseren Blick auf die Vergangenheit: Das digital verfügbar gewordene kulturelle Gedächtnis wird im Zugriff der KI-Konzerne zur Ressource von Datenmustern, die sich massenhaft aufspüren, vergleichen und zu neuen Mustern synthetisieren lassen. Die Suche nach Mustern in grossen Datenmengen hat wiederum selbst eine Geschichte, die nicht zuletzt eine Geschichte der massenhaften Verfügbarkeit und Zirkulation von Bildern ist. Entlang einer Bildgeschichte der Mustererkennung skizziert der Vortrag eine Genealogie der digitalen Gegenwart, die die ästhetischen wie politischen Implikationen des aktuellen KI-Hypes scharfstellt.
