Block Seminar: «KI und digitaler Faschismus»


JAN 19-22, 2026

Der neue Faschismus ist digital. Auf digitalen Plattformen verbreiten rechte Accounts massenhaft KI-generierte Propaganda, im Silicon Valley kursieren neoreaktionäre Ideologien, die demokratische Prozesse durch automatisierte Herrschaft ersetzen wollen, und KI-Konzerne greifen unverhohlen nach politischer Macht, um ihre Interessen weltweit durchzusetzen.

Die neuen digitalen Technologien, das wird immer deutlicher, sind politisch keineswegs neutral. Ausgehend von dieser Diagnose fragt das Seminar nach den Zusammenhängen von faschistischer Ideologie und «Künstlicher Intelligenz». Was macht die KI-Ästhetik so attraktiv für die radikale Rechte? Welche Gesellschaftsbilder, welche Vorstellungen von Intelligenz, Kreativität und Freiheit stehen hinter digitalen Plattformen, selbstlernenden Algorithmen und KI-Modellen? Welche Weltbilder und Zukunftsvorstellungen treiben die Expansion der Tech-Giganten voran?

Diesen Fragen wollen wir im Seminar anhand von gemeinsamen Lektüren, Recherchen und Diskussionen nachgehen – und dabei auch die Rolle der Künste in den Blick nehmen. Wie kann ein progressiver künstlerischer Umgang mit digitalen Werkzeugen und Ästhetiken aussehen? Und welche alternativen Bilder und Erzählungen können wir dem globalen Rechtsruck entgegensetzen?

Das Blockseminar wird an der ZHdK im Modul «Künstlerische Praxis des Digitalen», und an der Universität Zürich im Modul «Praktiken, Subjekte, Macht» in der Kulturanalyse angeboten. In anderen Studiengängen kann das Blockseminar als «Überfachliches Angebot» angerechnet werden.


Lehrender: Prof. Dr. Roland Meyer

Termine:

19. Januar 2026, 9:00–16:00 Uhr

20. Januar 2026, 9:00–16:00 Uhr

21. Januar 2026, 9:00–16:00 Uhr

22. Januar 2025, 9:00–15:00 Uhr

ECTS: 3


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